Bekannte Schöbels

Agnes Schöbel

Pseudonyme Hans von Schandow und Frou-Frou
Schriftstellerin
* 8.8.1867 in Berlin
† 5.6.1939 in Berlin

Agnes Schöbel ist die Schwester des Illustrators Georg Schöbel.

Schoebel, Frl. Agnes, [...] Berlin, Blumeshof 14, wurde am 8. August 1867 zu Berlin geboren und hat ihre ganze Lebenszeit daselbst verbracht. Schon frühzeitig regte sich der Drang in ihr, Märchen zu ersinnen und niederzuschreiben. Ihre ersten schriftstellerischen Versuche vergrub sie im elterlichen Garten. Ursprünglich musikalischen Studien ergeben, wandte sie sich späterhin der Schriftstellerei zu. Ausser den hier verzeichneten Büchern schreibt Frl. Schoebel für verschiedene grosse Zeitschriften und Tagesjournale.

Pataky, Sophie: Lexikon deutscher Frauen der Feder. Eine Zusammenstellung der seit dem Jahre 1840 erschienenen Werke weiblicher Autoren, nebst Biographien der lebenden und einem Verzeichnis der Pseudonyme. [2. Band. M - Z]. Berlin: Carl Pataky, 1898. Seite 263f.

Agnes Schoebel wurde als Tochter eines wohlhabenden Fabrikanten in Berlin geboren. Sie blieb unverheiratet und lebte zeit ihres Lebens in der Villa ihrer Eltern in Blumeshof in der Nähe des Berliner Tiergartens, einem Ort, der heute noch durch die Kindheitserinnerungen Walter Benjamins gegenwärtig ist. [...] Durch die zahllosen Geselligkeiten im Haus ihrer Eltern kam sie früh mit verschiedenen Intellektuellen und KünstlerInnen der Stadt in Kontakt. Sie reiste gern ans Meer oder ins Gebirge. [...]

Budke, Petra & Schulze, Jutta: Schriftstellerinnen in Berlin 1871 bis 1945 - ein Lexikon zu Leben und Werk. Berlin: Orlanda Frauenverlag, 1995.

Werke

  • Prinzen - Märchen. Mit Illustrationen von Georg Schöbel. Leipzig: Adolf Titze 1890
  • Die Lukaskinder und andere Erzählungen für die Jugend. Mit 12 Farbendruckbildern. Kempe, 1890, 212 Seiten
  • Unser Teufelchen und andere Novellen. Dresden: E. Pierson, 1892
  • Faschings Ende und andere Novellen. Mit Bildnis. Dresden: C. Reissner, 1894
  • Ein Gespenst. Erzählung. Berlin: R. Eckstein Nachf., 1896, 1898
  • Aschenbrödels Pantöffelchen. Erzählungen. Berlin: R. Eckstein Nachf., 1896 (= Ecksteins 50-Pfennig-Bibliothek, Nr. 22)
  • Moderne Bräute. Erzählungen. Berlin: R. Eckstein Nf., 1898
  • Wer will sie richten? Roman. Illustrationen von A. Mandlick. Berlin : R. Eckstein Nachf., 1899
  • Champagner. Novellen. Berlin : R. Eckstein Nachf., 1899, 1903. (= Ecksteins Miniaturbibliothek, Nr. 34)
  • Fesche Frauen. Novellen. Leipzig: G. Müller-Mann, 1900, 1904. (= Ecksteins Miniaturbibliothek, Nr. 47)
  • Talmi-Liebe. Moderne Novellen. Berlin : R. Eckstein Nachf., 1901. (= Ecksteins Moderne Bibliothek, Nr. 6)
  • Salongespenster. Novellen. Leipzig: G. Müller-Mann, 1901. (= Ecksteins Miniaturbibliothek, Nr. 57)
  • Übersinnliche Liebe. 2 Novellen (Ikariden, Mystische Vermählung). Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1901
  • Blutende Herzen. Novellen. Leipzig: G. Müller-Mann, 1902. (= Ecksteins Miniaturbibliothek, Nr. 57)
  • Schlafende Knospen. Leipzig: G. Müller-Mann, 1903. (= Ecksteins Miniaturbibliothek, Nr. 83)
  • Flitterwochen des Ruhms. Roman in 2 Bänden. Berlin: R. Eckstein Nachf., 1903.
  • Liebesopfer. Novellen. Leipzig: G. Müller-Mann, 1904. (=Ecksteins Miniaturbibliothek, Nr. 89)
  • Löwinnen der Gesellschaft. Leipzig: G. Müller-Mann, 1907.
  • Am Heldengrab und andere Erzählungen. Leipzig : Hesse & Becker, 1909. (= Max Hesses Volksbücherei, Nr. 521)
  • Die Geister-Fürstin. Roman. Leipzig: G. Müller-Mann, 1909.
  • Weiße Damen. Leipzig: G. Müller-Mann, 1910.
  • Sanssouci. Mit Illustrationen von Georg Schöbel. Leipzig: J.J.Weber, um 1920.
  • Fräulein Durchlaucht. Ein Berliner Künstlerroman. Berlin: Dom-Verl., 1924
  • Ein Opfer. In Haus- und Familienschatz deutscher Erzählungskunst. 2. Band. Tempelhof: Eisoldt & Rohkrämer o.J. (um 1910).
  • Von Dehmel und Liliencron/Erinnerungen. In Westermanns Monatshefte. 77. Jahrgang. 133. Band.
  • Die Glocke von Innisfare

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